Für Studie gesucht: Betreuende Angehörige von Parkinsonpatienten, die vor kurzem ins Pflegeheim gezogen sind

Symbolbild - Quelle: Sabine van Erp / Pixabay

MHH startet Projekt zur Analyse der Belastung betreuender Angehöriger

Hannover (pm). Morbus Parkinson ist eine chronische neurodegenerative Erkrankung, die sich durch Muskelsteifigkeit, Zittern und Bewegungsarmut bemerkbar macht. In den ersten Jahren bis Jahrzenten der Erkrankung sind die motorischen und nicht-motorischen Symptome meist gut zu behandeln. Im weiteren Verlauf der Krankheit kann es zu einem Verlust der eigenen Autonomie und Pflegebedürftigkeit kommen.

Morbus Parkinson ist daher eine Erkrankung, die sowohl die Patienten, als auch ihre Angehörigen stark belastet. Im deutschen Gesundheitssystem ist die Belastung von Angehörigen, sowie auslösende Faktoren für ein sogenanntes Burnout beim betreuenden Angehörigen bisher noch wenig beschrieben. Um die genannte Fragestellung zu untersuchen suchen wir aktuell Studienteilnehmer. Voraussetzungen für eine Teilnahme an der Studie sind, dass die/der betreuende Angehörige/r volljährig ist und dass der/die Parkinsonpatient/in im vergangenen Jahr in ein Pflegeheim einziehen musste.

Die Studie verfolgt das Ziel, die Belastung der Angehörigen möglichst genau zu erfassen und den Zeitpunkt der Pflegeheimeinweisung des Patienten genauer zu betrachten. Hierzu füllen die Angehörigen mehrere Fragebögen aus, die sich auf die Krankheitssituation des Patienten, alltägliche Belastungen, psychische Herausforderungen und Veränderungen des Alltags vor und nach Institutionalisierung, sowie die Pflegesituation allgemein beziehen. Es handelt sich um eine einmalige Erhebung. Eine Vorstellung im Studienzentrum ist nicht erforderlich. Die erforderlichen Unterlagen werden den Teilnehmern mit einem frankierten Rückumschlag zugeschickt. Daraufhin folgt eine anonyme Auswertung aller Daten.

In einer vorherigen Studie konnten bereits Ergebnisse zu diesem Thema generiert werden. Nun wird in diesem Folgeprojekt versucht, Ressourcen zum besseren Umgang mit der Belastung zu identifizieren. Präventive Maßnahmen zu entwickeln, die ein Leben im Pflegeheim solange wie möglich herauszögern. Es soll mit dieser Studie die Versorgung von Patienten mit Parkinsonsyndrom erfasst werden und die aktuelle Belastung und Leidenssituation betreuender Angehöriger geklärt werden, um zu einer perspektivisch besseren Unterstützung beitragen zu können.

Interessierte wenden sich an: Dr. Martin Klietz, Studienhandy (0177)7593673, klietz.martin@mh-hannover.de.

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